Ulrich Studer im Kunsthaus

Ulrich Studer · caput mortuum, 2004, Pigment auf Faservlies, 240 x 159 cm, © ProLitteris Zürich

Ulrich Studer · caput mortuum, 2004, Pigment auf Faservlies, 240 x 159 cm, © ProLitteris Zürich

Hinweis

Ulrich Studer im Kunsthaus

In den Schweizer Medien präsent war der Solothurner Künstler mit seinen gigantischen Lichtinstallationen zuletzt entlang den Lawinenverbauungen am Schiahorn in Davos, 2004. Nun zeigt Ulrich Studer (*1955) im Kunsthaus Grenchen Landschaftsmalerei sowie den Dokumentarfilm zum Bündner Landart-Projekt. Thematisierten die mit Tausenden von Kerzen erleuchteten Lawinenverbauungen die spannungsvolle Beziehung von Mensch und Natur, ist in den Bildern das emotionale Gespräch zwischen Fels, Wasser, Licht und dem Künstler selbst das Thema. Unterwegs in den Bündner Bergen, im Centovalli - oder auch zuhause im Jura - legt er grossformatige Polyestervliese direkt über den Fels und überträgt (mit Pigmenten oder Tusche) die Kanten, die Brüche, die Hohlräume auf den Bildträger. Nicht als «Landvermesser», sondern als Maler. Oft in mehreren Schichten, die er später im Atelier übereinander hängt und eventuell mit Kleister punktuell verbindet. Was ihn fasziniert, ist die Gleichzeitigkeit von Gegenwart und den in der Geologie verkörperten Zeitdimensionen. Im 1:1 der Berührung sucht er das Greifbare, das Fassbare - nicht zuletzt als Kontrast zur Schnelllebigkeit unserer Zeit.

Jusqu'à 
08.10.2005

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