Swiss Pop im Kunstmuseum

Bendicht Fivian · Raquel Welch, 1968, Kunstharz auf Nylon, 124 x 124 cm

Bendicht Fivian · Raquel Welch, 1968, Kunstharz auf Nylon, 124 x 124 cm

Hinweis

Swiss Pop im Kunstmuseum

Autos, Zeitungsschlagzeilen, Pin-up-Girls und Suppendosen: In den 1960er Jahren wurde das Triviale kunstwürdig. Die in London und New York entstandene Pop Art liess hohe Kunst und niedere Alltagskultur, Anspruch und Kommerz in neuer Form verschmelzen. Künstler wie Andy Warhol, Roy Liechtenstein oder Richard Hamilton entliehen ihre Themen und ihre Techniken aus der bunten Welt der Comics und Werbegrafiken und näherten sich so der Lebenswelt des Betrachters. Das Kunstwerk wurde dem Gebrauchsgegenstand zum Verwechseln ähnlich, Kunst sollte - nicht zum ersten Mal in der neueren Kunstgeschichte - zum Allgemeingut werden. Zahlreiche Publikationen und Ausstellungen in den letzten Jahren zeigen, dass wieder ein stärkeres Interesse für die überwiegend optimistisch wirkende Pop Art besteht. Über die Ursachen kann man spekulieren. Vielleicht hat die Mischung von Kunst und Alltagskultur einfach etwas Vertrautes in einer Zeit, die sogar Fussball museumswürdig macht, wie unter anderem die Schau «Rundlederwelten» in Berlin bezeugt. Der Zeitpunkt, den das Kunstmuseum Thun auswählt, um in einer Sommerausstellung den Einflüssen der Pop Art auf schweizerische Künstler nachzuspüren, scheint zumindest ideal. Mit Arbeiten von Samuel Buri, Franz Gertsch, Markus Raetz, Peter Stämpfli, Margrit Jäggli, Bendicht Fivian, Urs Lüthi und anderen dokumentiert die Schau Schweizer Pop Art zwischen Faszination am angelsächsischen Vorbild sowie künstlerischer Eigenständigkeit.

Jusqu'à 
26.08.2006

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