«undo redo» in der Kunsthalle Fridericianum

Ján Mancuska · A Fragment of asynchronised History: Jana's Story, 2004, Aluminium, Stahldraht, Teilansicht der Installation, Foto: Anne-Kathrin Auel

Ján Mancuska · A Fragment of asynchronised History: Jana's Story, 2004, Aluminium, Stahldraht, Teilansicht der Installation, Foto: Anne-Kathrin Auel

Hinweis

«undo redo» in der Kunsthalle Fridericianum

Beim Texten kommt uns entgegen, dass ein Computer die Funktionen «rückgängig machen» und «wiederherstellen» kennt. Mit einer solchen Möglichkeit verändert sich nicht nur die Arbeitsweise, auch die Denkstruktur registriert, dass im Prinzip alles anders sein könnte. Solvej Helweg Ovesen kuratierte die Ausstellung «undo redo», mit der sie keinen Themenpark schuf, sondern gezielt Werke auswählte, die durch Strategien der Aneignung entstanden. Sampling oder Montage machen bewusst, dass das fertige Werk in Auflösung begriffen ist und spiegeln eine veränderte Einstellung gegenüber einer klar definierten Autorschaft wieder. In «This is new» von Tino Sehgal gibt das Personal beim Kartenverkauf eine tagesaktuelle Schlagzeile wieder. Die Besucher können in Melik Ohaniens «Slowmotion» Zeichen und Wörter auf Leuchttafeln entstehen lassen und damit die vorangegangenen überschreiben. Ovesens Ausstellung zeigt: Interessant ist nicht, wer kopiert, sondern wer intelligente Strategien verwendet und dadurch eigene Kommentare zugänglich macht.

Jusqu'à 
16.09.2006

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