Anni und Josef Albers im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

Hinweis

Anni und Josef Albers im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

«Begegnungen in Lateinamerika» heisst die Ausstellung im Untertitel, denn im Zentrum steht die besondere Bedeutung, welche die Begegnung des Künstlerpaares Anni und Josef Albers mit der Kultur und Kunst Mexikos und Südamerikas hatte. Beide waren im Kontext des Bauhauses tätig - Josef als Maler und Theoretiker, Anni stellte textile Werke her -, bevor sie 1933, mit der Schliessung desselben, in die USA emigrierten, von wo Albers einen Ruf an das neu gegründete Black Mountain College in North Carolina erhalten hatte. Zwischen 1935 und 1967 bereisten sie in jeweils mehrmonatigen Aufenthalten rund 14 Mal Lateinamerika, vor allem Mexiko und Peru, aber auch Kuba und Chile, denn sie waren fasziniert von der präkolumbianischen Kunst, aber auch von der Volkskunst und der zeitgenössischen modernen Kunst, Design und Architektur. Die Ausstellung zeigt verschiedene, teilweise wandgrosse Webereien, Zeichnungen, gemalte Studien und Schmuckstücke von Anni Albers in Begleitung von präkolonialen Andentextilien und Schätzen aus der zapotekischen Kultstätte Monte Alban (Mexiko). Von Josef Albers werden die bisher kaum bekannten, mehr als 400 Fotografien gezeigt, die er während der Reisen aufnahm. Zudem wird an einer Reihe von Gemälden (der Gruppe der Adobe-Gemälde, die eine Vorstufe zu den «Homages to the Square» ausmachen) deutlich, wie sehr die präkolumbianische Architektur Albers eigenes vereinfachtes Bildkonzept inspirierte. Wem das nordrheinwestfälische, in der Nähe von Essen gelegene Bottrop zu abgelegen erscheint, der kann sich den zur Ausstellung publizierten Katalog vom Hatje Cantz Verlag schicken lassen. Mit Texten von Anni und Josef Albers, Jenny Anger u.a.

Jusqu'à 
26.05.2007

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