«Action Painting» in der Fondation Beyeler

LYNDA BENGLIS · Courtesy Cheim
& Read Gallery, New York,
© ProLitteris, Zürich

LYNDA BENGLIS · Courtesy Cheim
& Read Gallery, New York,
© ProLitteris, Zürich

Hinweis

«Action Painting» in der Fondation Beyeler

Rund sechzig Jahre ist es her, dass Jackson Pollock (1912-1956), seine neuartige Malweise des «Dripping», des Schüttens und Schleuderns von Farbe auf die meist ungrundierte Leinwandnpapier, entwickelte. Das Bildfeld wurde zur «Arena» - wie es der amerikanische Kritiker Clement Greenberg formulierte - in der Pollock wie ein Tänzer seine vom Surrealismus und indianischen Sandmalereien inspirierten Rhythmen aufführte. Das gepflegte Staffeleibild musste viel grösseren, häufig auf dem Boden liegenden Flächen weichen; statt Korrespondenzen zwischen figürlichen und abstrakten Formen wurde die spontane Niederschrift, die «Dynamik des schöpferischen Geistes» wichtig. Pollock, ein amerikanischer Held, «rauer und brutaler? aber auch mit mehr Substanz» so Greenberg, läutete die Vorherrschaft der amerikanischen Kunstszene ein. Die Ausstellung widmet sich dem Phänomen der abstrakten gestischen Malerei, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa und Amerika etablierte. Trotz aller Unterschiede zwischen dem europäischen Informel und dem amerikanischen Abstrakten Expressionismus überwiegen, von heute aus gesehen,
die Übereinstimmungen. Die Künstler wagten einen geradezu revolutionären Neuanfang, indem sie traditionelle Grenzen der Kunst überschritten.

Jusqu'à 
11.05.2008

Neben Pollocks werden Arbeiten von 26 weiteren KünstlerInnen gezeigt, darunter Willem de Kooning, Clyfford Still, Roberto Matta, Pierre Soulages, Ernst Wilhelm Nay, Arshile Gorky, Wols, Kazuo Shiraga und auch Eva Hesse und Cy Twombly. Mit Publikation mit Beiträgen vonGottfried Boehm, Robert Fleck u. a. im Hatje Cantz Verlag.

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