«The Message - Das Medium als Künstler» im Kunstmuseum

THEODOR PRINZ · Engel, Geisterfotografie, um 1900, Deutschland

THEODOR PRINZ · Engel, Geisterfotografie, um 1900, Deutschland

Hinweis

«The Message - Das Medium als Künstler» im Kunstmuseum

«Höhere Wesen befehlen ...» - die von Claudia Dichter, Michael Krajewski und Susanne Zander kuratierte Ausstellung stellt erstmals den Einfluss des Übersinnlichen in der Kunst von 1850 bis heute vor und versammelt Gemälde, Zeichnungen und automatische Radierungen von über 25 Künstlern. Darüber hinaus schlägt sie mit Film-, Foto- und Tonaufnahmen einen Bogen von den frühesten «mediumistischen» Werken aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Okkulte Praktiken, Stimmen höherer Wesen und magische Momente wurden oft als suspekt empfunden, hatten aber dennoch einen bedeutenden Einfluss auf das Projekt Moderne, nicht nur in der bildenden Kunst.
Es werden Bildwerke von zu ihrer Zeit hochberühmten Medien vorgestellt - aber auch die erstaunlichen Gemälde der Schwedin Hilma af Klint (1862-1944) bspw., die nahezu in Isolation frühe abstrakte Kompositionen parallel zu Wassily Kandinsky entwickelte. Der Schriftsteller André Breton verglich 1933 die unerklärlichen Phänomene mit der Kunst der Surrealisten in seinem ausführlichen Essay «Die automatische Botschaft». Der Amerikaner Ted Serios belichtete Ende der 60er Jahre vor laufender Kamera des Senders Freies Berlin Gedankenfotos - Polaroids und Film werden im Kunstmuseum Bochum vorgestellt. Circa 40 Geisterfotografien aus dem berühmten Archiv des Münchner Parapsychologen Albert von Schrenck-Notzing (1862-1929) bannen den Kontakt mit dem Übersinnlichen ins Bild; historische Tonaufnahmen von Trancereden, Tonbandstimmen, Glossolalien oder Spukmanifestationen lassen okkulte Phänomene hörbar werden.

Jusqu'à 
12.04.2008

Katalog: The Message - Kunst und Okkultismus/Art and Occultism,Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, d/e

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