«Chants exploratoires» im Cabinet des Estampes

BRASSAÏ · Albert Skira dans
son bureau, 1934 (1969), Foto,
230 x 240 mm

BRASSAÏ · Albert Skira dans
son bureau, 1934 (1969), Foto,
230 x 240 mm

Hinweis

«Chants exploratoires» im Cabinet des Estampes

Die Ausstellung steht unter dem Zeichen des Minotaurus, des stierköpfigen Wesens aus der griechischen Mythologie. Es handelt sich dabei aber nicht um die mythologische Figur selbst, sondern um die gleichnamige Zeitschrift «Minotaure», die zwischen 1933-39 in zwölf Ausgaben vom Verleger Albert Skira publiziert wurde. Der Titel «Chants exploratoires» verweist auf das breite Themenspektrum von Kunst, Literatur, Philosophie und Ethnologie der Zeitschrift. Skira, in Zusammenarbeit mit dem Pariser Verleger Thériade und Künstlern wie Brassaï, Breton, Dalí, Duchamp, Man Ray und Picasso wollte mit «Minotaure» eine universelle und aktuelle Sicht auf die Kunst und den Zeitgeist der 30er-Jahre bieten. Véronique Yersin, die Kuratorin der Ausstellung, setzt den Schwerpunkt auf surrealistische Druckwerke von Kurt Seligmann, Giorgio De Chirio, Max Ernst, Fotografien von Brassaï, Hans Bellmer sowie «Rayogramme» von Man Ray, um die surrealistische Begwegung und ihren Einfluss auf die Ästhetik des Minotaure aufzuzeigen. Daraus ergibt sich eine thematische Inszenierung, die Kurioses, Humoristisches und künstlerisch Experimentelles dieser Zeit vorstellt und mit einer Prise Dokumentationsmaterial durchsetzt. Man taucht ein in ein Sammelsurium von Werken, die den Austausch und die Begegnungen in und um den «Minotaure» wiedergeben. Und wer genau hinschaut, findet im Doppelheft 3/4 auch Antworten auf die surrealistische Umfrage: Was war Ihre wichtigste Begegnung im Leben?

Jusqu'à 
29.03.2008

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