Locarno Nils Nova in la rada

NILS NOVA · Similar Encounter,
Installation, 2008

NILS NOVA · Similar Encounter,
Installation, 2008

Hinweis

Locarno Nils Nova in la rada

Von Andy Warhol wird folgende Aussage überliefert: «I'm sure I'm going to look in the mirror and see no one, nothing. People are always calling me a mirror and if a mirror looks into a mirror, what is there to see?» Darauf antwortete Nico, die legendäre Stimme von «The Velvet Underground»: «I see you, I'll be your mirror.» Ob in Narcissus' tragischem Schicksal, in Lacans Theorie oder in den Texten von Foucault, der Spiegel zieht unsere Aufmerksamkeit an. Während er in der Renaissance-Malerei zur ultimativen Lebensmetapher wurde, so ist er heute ein Symbol der Selbstbezüglichkeit zeitgenössischer Kunst. Für Lacan war der Spiegel die Grenze zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt, zwischen dem unmittelbar Wahrnehmbaren und dem distanziert Repräsentierten. Michel Foucault seinerseits diskutierte in seinem Vortrag «Des espaces autres», 1967, den Begriff der «hétérotopies», Räume, die in der Schwebe gehalten und dennoch lokalisierbar sind.
Nils Novas Ausstellung in «la rada» benutzt illusorische Perspektiven und Widersprüche, die sich aus Abbildungen von gespiegelten Räumen ergeben. Indem er illusionäre Perspektiven benutzt, kreiert er sich ausdehnende Räume. Der Betrachter sieht, wie sich sein Blick multipliziert und sich die Wirklichkeit in ein mentales Bild transformiert. Andy Warhol oder Nils Nova: Ist der fehlende Zeuge mit einem blinden Spiegel konfrontiert oder Akteur eines surrealen Spiels?

Jusqu'à 
14.03.2008
Institutionentrier par ordre décroissant Pays Ville
la rada Suisse Locarno
Artiste(s)
Nils Nova

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