Max Grüter

Max Grüter · Kosmodrom, 2001, Lambda Print

Max Grüter · Kosmodrom, 2001, Lambda Print

Hinweis

Max Grüter

Im künstlerischen Kosmos von Max Grüter (*1956) stehen Zeichnung, Malerei und Skulptur auf gleicher Höhe mit Animation, Drucktechnik und Simulation. Das verbindende Element ist der Computer. Grüter erfindet alle seine Motive auf einem Mac. Mit Hilfe von polygonalen Software-Programmen konstruiert er Astronauten, U-Boote, Dübelskulpturen, Schleudersitze sowie Modellbaukästen für Goldbarren oder Familienstammbäume als 3-D-Modelle. In der Realisierung greift er auf Pinsel und Farbrolle genauso zurück wie auf Plotter oder computergesteuerte Laser-Fräsen und Spritzgusstechniken. Seine Lambda-Prints von Raumfahrern und fliegenden Unterseebooten sind detailgenau wie Präzisionsfotos. Tatsächlich handelt es sich jedoch immer um pure Konstruktion. Die Werkübersicht, die im Haus für Kunst Uri derzeit unter dem Titel «Achtung figurativ!» zu sehen ist, gibt Einblicke in die zumeist seriellen Werkblöcke Grüters, die in den letzten Jahren entstanden sind. Im Aussenhof amüsiert und irritiert die neun Meter hohe Dübelskulptur «Bubentraum», während im Innenbereich auf zwei Stockwerken Zyklen wie «My Private Space Program», «Vorgefertigt» oder «Das organisierte Glauben» Einblick in eine subjektiv erbaute Welt eines Künstlers gibt, der die gängigen Vorstellungen von natürlich und künstlich subversiv hintertreibt.
Mit «Houston, I am a Problem!» ist parallel zur Ausstellung in der Edition Stephan Witschi eine umfassende und ansprechende Publika­tion erschienen.

Jusqu'à 
22.11.2008

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