Pawe&#322 Książek

Pawel Ksiazek · 2009, Ausstellungsansicht. Foto: Andrew Phelps

Pawel Ksiazek · 2009, Ausstellungsansicht. Foto: Andrew Phelps

Hinweis

Pawe&#322 Książek

Das Internet als Fundus für die eigenen Bildmotive zu verwenden, hat derzeit Konjunktur. So tritt das «Reale» in seiner medialisierten Form schliesslich in Videos, Installationen und auch in der Malerei auf. Der junge polnische Künstler Paweł Książek, der dieses Jahr bei den Statements auf der Art Basel zu sehen war, zeigt im Salzburger Kunstverein eine Serie von meist kleinformatigen Ölbildern, deren Vorlagen aus dem Internet stammen. Sie behandeln Themen von prekären, verstörenden Inhalten, von Drogenexzessen oder sexueller Gewalt, die an die Grenze gesellschaftlicher Akzeptanz rühren. Książek setzt diese Bilder in Beziehung zu Posen künstlerischer Selbstdarstellung, bzw. zu Werken aus der Kunstgeschichte, wie er sie bei Caravaggio, Valie Export oder dem Wiener Aktionismus gefunden hat. So entstand ein Ensemble von «Schreckensbildern», mit dem der Künstler eine scheinbar triviale Entsprechung zwischen künstlerischer Praxis und gesellschaftlicher Realität zieht. Die 40-teilige Serie mit dem Titel «N.N. vs Artists» (N.N. steht für die Anonymität der Protagonisten) soll dabei im Rückgriff auf Marcel Duchamp auf dessen Hinterfragung von Hochkunst generell hinweisen. Diese Analogisierung ist zwar gedanklich interessant, zur Orientierung in der Ausstellung trägt sie indes wenig bei, da die gemalten Bilder den Charakter ihrer Vermitteltheit nicht ablegen können.

Jusqu'à 
12.09.2009

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