Le Principe d'incertitude

Stéphane Dafflon · Installationsansicht, 2009. Courtesy Air de Paris/Francesca Pia Zürich. Foto: Ilmari Kalkkinen

Stéphane Dafflon · Installationsansicht, 2009. Courtesy Air de Paris/Francesca Pia Zürich. Foto: Ilmari Kalkkinen

Hinweis

Le Principe d'incertitude

Unter dem Titel «Futur Anterieur, le Principe d'incertitude» eröffnete das Mamco im Juni einen neuen Ausstellungszyklus u.a. mit einer grossen Retrospektive des deutschen Künstlers Thomas Bayrle (*1937) und einer neuen Werkgruppe des Waadtländers Stéphane Dafflon (*1972). Mit dem Faktor Unsicherheit ist jede Institution im Bereich Gegenwartskunst konfrontiert, muss sie sich doch immer wieder die Frage stellen, welche Kunst auch in Zukunft Bestand haben wird. Bayrle ist gewiss ein sicherer Wert. Dass der in Frankfurt lebende «Pionier der deutschen Pop Art» in diesem Jahr in Barcelona zum erstenmal überhaupt mit einer Retrospektive geehrt worden ist, zeigt aber, wie lange es manchmal dauern kann, bis ein ?uvre gebührend gewürdigt wird. Stéphane Dafflon hingegen gehört zu den Vertretern einer neuen Generation von welschen Neo-Geo-Künstlern, die im Schlepptau von John Armleder, Olivier Mosset oder Françis Baudevin die Tradition der strengen Abstraktion weiterführen. Der Rundgang durch die Säle der vierten Etage, wo das unbefleckte Weiss der mit farbigen Streifen unterteilten Bilder mit dem Weiss der Wände konkurriert oder sich in metallenen Objekten spiegelt, wirkt trotz aller offensichtlicher ästhetischen Qualitäten etwas monoton. Vielleicht ist es ja an der Zeit, unter diese immer mehr zum modischen Design tendierende Filiation zumindest vorläufig einen Schlussstrich zu ziehen.

Jusqu'à 
26.09.2009

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