Franz Huemer

Franz Huemer · Ufozwerg, Zeichnung auf
Fotokopie, nach 1999

Franz Huemer · Ufozwerg, Zeichnung auf
Fotokopie, nach 1999

Hinweis

Franz Huemer

27 Jahre sind es, dass der Aargauer Museumsdirektor Heiny Widmer den österreichischen «Wurzelvisionär» Franz Huemer (*1924) als Erster umfassend zeigte. Schieden die in Baumwurzeln versteckten katholischen «Heiligen» schon damals die Geister, stehen die in barocker Üppigkeit präsentierten Skulpturen zwischen Fundstück und Schnitzerei heute derart fremd in der Kunst-Landschaft, dass die Ausstellung geradezu provokativ wirkt. Markus Landert und Lucia Angela Cavegn rücken zwar in Film (André Beckersjürgen) und Katalog das «Lebenskunstwerk» in den Mittelpunkt, doch die museale Inszenierung im Gewölbekeller wird von den vexierbildähnlich bemalten und geschnitzten Wurzelstöcken dominiert. Die seit den Neunzigerjahren im Zentrum seines Schaffen stehenden Garten- und Landschaftsfotografien, denen Huemer eine visionäre «Ufologie» oder auch seine persönliche Paradiesvorstellung einschrieb, scheinen daneben eine eher dokumentarische Rolle zu spielen. Dennoch ist die Kartause mit ihrer Sammlung von Aussenseiter-Kunst der richtige Ort, wo sich das überschaubare Gesamtwerk des von Halluzinationen verfolgten Künstlers ausbreiten lässt, um dem Untergang seines «Reiches» in einem kleinen Bahnwärterhäuschen bei Feldkirch entgegenzuwirken

Jusqu'à 
25.09.2010
expositions/newsticker Date Type Ville Pays
Franz Huemer 09.05.2010 - 26.09.2010 exposition Warth
Schweiz
CH
Artiste(s)
Franz Huemer
Auteur(s)
Annelise Zwez

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