Helga Griffith im Palais of Tokyo

Helga Griffith, Out-SIGHT-In, 2002

Helga Griffith, Out-SIGHT-In, 2002

Hinweis

Helga Griffith im Palais of Tokyo

m Zentrum des Projekts von Helga Griffiths im Palais de Tokyo steht eine tiefgreifende Umwälzung der Erfahrung der Stadt. Während die übliche Wahrnehmung der Stadt ebenso wie die Orientierung in der Stadt visuell erfolgt, in einer Topografie wichtiger Orte und Punkte, schliesst Helga Griffiths die visuelle Orientierung weitgehend aus. Vergleichbar etwa mit frühen Stücken von Robert Wilson, welche die Wahrnehmungs- und Erfahrungswelt eines taubstummen Knaben konstruierten, macht die Künstlerin olfaktorische Erfahrung und Orientierung in der Stadt zugänglich, wie sie etwa Blinde kennen. Auf endlosen Spaziergängen in Paris folgte sie vor allem ihrer Nase, liess sich von Gerüchen leiten und verleiten, und zeichnete diese unvorhersehbaren Wege auf. Auf solchen Spaziergängen liess sie sich von Laurence Jamet (die seit Geburt blind ist) in deren ganz andere Wahrnehmungswelt mit ganz eigenen Geschwindigkeiten und Raumerfahrungen einführen. Ausgestellt werden erstens Wegzeichnungen und Notizen, zweitens «olfaktorische Objekte» (Leuchtkästen, die durch Perforierungen einen für einen bestimmten Weg typischen Geruch ausströmen, der artifiziell, mit der Hilfe eines Parfumeurs, hergestellt worden ist); drittens «blicklose» Fotos, die Laurence Jamet gemacht hat, sich nach Gerüchen orientierend; und viertens «Parcours olfactives», Rundgänge durch Paris, die den Besuchern eine olfaktorische Orientierung in der Stadt erfahrbar machen.
Bis 30.5.

Artiste(s)
Helga Griffith
Auteur(s)
Testvorname red.

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