Ana Axpe im Kunstmuseum

Ana Axpe, I was made for lovin’ you, 2002, Fotoskulptur, Ilfocolor, Leuchtkasten, 270 x 130 cm, Installation Kunstmuseum Solothurn, 2002

Ana Axpe, I was made for lovin’ you, 2002, Fotoskulptur, Ilfocolor, Leuchtkasten, 270 x 130 cm, Installation Kunstmuseum Solothurn, 2002

Hinweis

Ana Axpe im Kunstmuseum

Ana Axpe (*1968 in Buenos Aires) arbeitet mit Video und Fotografie. Inhaltlich verfolgt sie zumeist biografische Stränge. Sie hat sich mit ihrem baskischen Vater, einem Freiheitskämpfer, auseinander gesetzt, die Diktaturvergangenheit Argentiniens und die Geisteskrankheit und Internierung ihrer Mutter thematisiert. Die jüngsten Arbeiten scheinen nur auf den ersten Blick frei von Biografischem zu sein. Die seit 1996 als 12-teilige Serie angekündigte Arbeit «(INoFirmo!)» ist keine eigentliche Telenovela (südamerikanische Soap Opera), sondern stellt nur die um sie herum entstehenden Produkte wie Plakate, Starfotos und Video-ausschnitte vor. Bei der Hauptfigur Adela Conti handelt es sich um eine unbekannte Schauspielerin, die an die Stelle ihrer kranken, berühmten Schwester zu treten versucht. Das letzte Zeichen der Identitätsübernahme aber verweigert ihr die Schwester: No infirmo, ich unterschreibe nicht. In der Ausstellung sind neue dramatische Adela-Episoden zu sehen. «I was made for lovin’ you», 2000, zeigt Adela mit Messer im Rücken und in «The Last Dynasty», 2001, schlägt sie ein Büro zusammen. Zuletzt finden sich die Zuschauer in eine Anstalt versetzt, als hätten wir, das Publikum, mit Adelas Vergehen zu tun. Ana Axpe setzt sich mit kollektiv akzeptierten Klischees und stereotypen Frauenbildern auseinander und weist mit den imaginären Glamour-Welten auf auch im Kunstkontext ausgelebten Personenkult und Identitätswechsel hin.
Bis 9.6.

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