Lumen und Lux

Peter Diem, In die Sonne schauen, C-Print auf Aluminium, 2021

Peter Diem, In die Sonne schauen, C-Print auf Aluminium, 2021

Lumen und Lux

Lichtprojektionen und Fotografien von Peter Diem

Event type 
Vernissage
Date 
24.09.2022 da 17:00 a 23:00
Information 

«Lumen und Lux» - Fotografien und Lichtinstallationen von Peter Diem 

Wie können heute sakrale Räume künstlerisch gestaltet werden? Welche gestalterischen Mittel sind für über Jahrhunderte geprägte Kirchenräume sinnvoll, um eine für unsere Zeit einladende spirituelle Wirkung zu erzielen? Mit solchen Fragen beschäftigen sich seit einigen Jahren zunehmend Theologen wie Kunstschaffende, einer davon ist Peter Diem, 1958 in Zürich geboren, heute lebt er in St. Niklausen und Sobrio. Er hatte sein Atelier für sieben Jahre in einer Kapelle in Pratval und hat verschiedene Projekte in Kirchen realisiert, zum Beispiel die Grasinstallation «Dunkles Licht» in der Krypta des Grossmünster Zürich oder «Odem» in der Steinkirche Cazis. Aktuell veranstaltet er Dämmerungskontemplationen, so im Juni 2022 im Fraumünster Zürich und im November 2021 in der Klosterkirche Einsiedeln. 

Der Künstler war im letzten Jahr Gast im Residenceprogramm des Klosters und hat sich mit der Symbol- und Wirkkraft der Sonne, verdeckt von der Mondscheibe, beschäftigt. Die gelbe Sonnenaura ist ein Sinnbild für die Allgegenwart der Sonne. Mit der schwarzen Mondscheibe ist die Finsternis als Bedingung für das Licht gemeint. Technisch wird mit Lumen das gesendete Licht und mit Lux das empfangene Licht gemessen. Die religiöse Botschaft "Gott ist Licht" meint dasselbe: Gott sendet Licht, der Mensch empfängt das göttliche Licht.

«In die Sonne schauen» heisst der Zyklus von Fotografien im Kreuzgang, bei denen Peter Diem die Kamera direkt auf die Sonne gerichtet hat. Es entstehen Fotos abstrakter Pflanzenwesen in gleissender Aura. Die Sonnenstrahlung ist gleichermassen

Leben spendend und bedrohend. Die Videoprojektion auf die Kreuzigungsgruppe mit dem Titel «Ewiges Ende» beleuchtet 12 Videoszenen auf die an der rechten Kirchenwand freigestellte Kreuzigungsgruppe. Die barocken, aus Holz geschnitzten Figuren, Jesus, Maria und Johannes schweben durch die Projektion in einer Farb- und Lichtsphäre, welche die dramatischen Umstände der Kreuzigung sowie die Auferstehung zum Ausdruck bringen.

Während die Fotografien während der Ausstellung bis zum 2. Februar 2022 frei zugänglich sind, wird die Videoprojektion aus organisatorischen Gründen ausschliesslich an der Vernissage als Teil des Kunst-Dinners des Klosterfestes sowie innerhalb des Rahmenprogrammes am 4. November und an der Finissage gezeigt. Eine Reservation ist erforderlich.

Reservation Vernissage mit Apéro und Kunst-Dinner mit Lichtprojektion (CHF 79.-): info@klosterdornach.ch / 061 705 10 80

Weitergehende Informationen auf klosterdornach.ch

 

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Amthausstr. 7
4143 Dornach
Svizzera
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