Ursula Biemann

Ursula Biemann · Deep Weather, 2013, Video, 9’

Ursula Biemann · Deep Weather, 2013, Video, 9’

Hinweis

Ursula Biemann

Nizza — Zusammen. Aufmerksam. Zugewandt: Aktuell antwortet die Videokünstlerin, Kuratorin und Forscherin Ursula Biemann (*1955, Zürich) mit einer kleinen Retrospektive im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst (MAMAC) all jenen, die jetzt fragen: wie weiter? Ihre ökologisch, epistemologisch und sozial engagierte Kunst verwebt theoretischen Text, aktivistischen Ansatz, bildnerische Arbeit. «Das gibt nicht nur Hoffnung, sondern konkrete Aussichten, wie wir gemeinsam die Welt verändern können», sagt Museumsdirektorin Hélène Guénin. Biemanns Leitfaden sind alternative Wissenssysteme. In dem Zweikanal-Video-Essay ‹Forest Law›, 2014, zur Öl- und Minen-Grenze im ecuadorianischen Amazonas vermitteln Indigene ihre Weltsicht – und ihr Leben mit Sprengladungen im Boden ihres Lebensraums. Ölkonzerne haben sie hinterlassen. Biemanns Engagement für eine Aufwertung zwischenmenschlicher Beziehungen, die wichtiger sind als Profitinteressen, führt vor, dass die bessere Welt in unseren eigenen Händen liegt. Sie zu öffnen und ineinanderzulegen, ist jetzt vordringliche Aufgabe. Dazu ermutigt die Ausstellung durch gleitende Übergänge zwischen konkreten wissenschaftlichen Fakten, Eröffnung neuer Horizonte unter dem Einsatz fiktionaler Elemente. Poetisch-politisch spannt Biemann ein kraftvolles Panorama der Handlungsmöglichkeiten – von Kanada bis Bangladesch, Ecuador bis Norwegen.

Until 
07.03.2021

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