Georg Herold in der Kunsthalle

Georg Herold · Haus von unten, 2003, Beton, 270 cm hoch, Foto: Courtesy Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt, © ProLitteris Zürich

Georg Herold · Haus von unten, 2003, Beton, 270 cm hoch, Foto: Courtesy Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt, © ProLitteris Zürich

Hinweis

Georg Herold in der Kunsthalle

Georg Herold gilt als einer der wichtigsten deutschen Gegenwartskünstler. Zu Gesellschaft und Politik bezieht der Professor für Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie ebenso ironisch Stellung wie zur Kunst der Moderne und Postmoderne. Zentrales Anliegen seiner «Antikunst» ist Aufklärung: Mit seinem Denken in Formen und Materialien will er die Rezipienten zum Weiterdenken auffordern. Die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler konzipierte Werkschau der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, die im Anschluss auch im Kunstverein Hannover sowie im Museum Moderner Kunst Kärnten in Klagenfurt gezeigt wird, bietet Arbeiten von den frühen Achtzigerjahren bis zur Gegenwart. In über 70 Skulpturen, Objekten, Gemälden und Installationen erweist sich diesseits aller zeitkritischen Bestrebung Herolds Form- und Materialbegabung: Ob er aus Dachlatten eine verspielte Wandarabeske zimmert, ein «Haus von unten» in Beton giesst oder eine informelle Malerei in Dispersionsfarbe auf Leinwand mit Ziegelsteinen versieht. Auch einen Mike Tyson in Kaviar und diversen Lacken auf Leinwand bekommt man nicht alle Tage und eigentlich nur von ihm geboten.

Until 
08.04.2005

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