«Naturellement abstrait» im Centre d'Art Contemporain

Christian Floquet · Sans titre, dispersion sur toile, 1987, Courtesy Sammlung Julius Baer

Christian Floquet · Sans titre, dispersion sur toile, 1987, Courtesy Sammlung Julius Baer

Hinweis

«Naturellement abstrait» im Centre d'Art Contemporain

Seit 1981 sammelt die Bank Julius Baer konsequent zeitgenössische Schweizer Kunst. Ausgewählt von einer internen fünfköpfigen Kunstkommission, die von einer externen Fachperson beraten wird, werden jedes Jahr 30 bis 40 Werke junger Kunstschaffender angekauft. Nachdem 2001 das Helmhaus in Zürich eine Auswahl der Sammlung gezeigt hatte, sind derzeit unter dem Titel «Naturellement abstrait» rund 100 repräsentative Arbeiten aus dem Besitz der Zürcher Privatbank im Genfer Centre d'Art Contemporain zu sehen. Das Konzept der Ausstellung, Schweizer Kunst aus den letzten vierzig Jahren unter dem Gesichtspunkt der Polarität zwischen Abstraktion und Figuration aufzurollen - um zu beweisen, dass heute die Frage obsolet geworden ist - endet in einer Sackgasse. Denn es genügt etwa ein Blick auf das Frühwerk von Markus Raetz, um zu sehen, dass dieser Antagonismus schon Ende der sechziger Jahre zu zerbröckeln begann. Dennoch: Die Schau in Genf demonstriert, dass hier experimentierfreudige Kunstliebhaber mit einem sicherem Gespür für Qualität eingekauft haben, und die Besucher werden sich freuen, dass neben altbekannten Namen aus der Romandie (John Armleder, Silvie Fleury, Olivier Mosset usw.) auch jüngere Künstler wie Philippe Decrauzat, Bohdan Stehlik oder Pierre Vadi berücksichtigt wurden.

Until 
05.11.2005

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