Susan Hiller

Susan Hiller · Ceramic Works, 2003, A Longing to be Modern, Keramikvasen aus der BRD und DDR, Bronzebuchstaben von Grabsteinen. Foto:Wolfgang Wössner

Susan Hiller · Ceramic Works, 2003, A Longing to be Modern, Keramikvasen aus der BRD und DDR, Bronzebuchstaben von Grabsteinen. Foto:Wolfgang Wössner

Hinweis

Susan Hiller

Die in England lebende Künstlerin Susan Hiller (*1940) beschäftigt sich mit Phänomenen des Unbewussten, des Verdrängten oder auch des Unheimlichen, die sie mit anthropologischen Methoden zu fassen versucht.Mit beinahe wissenschaftlicher Akribie sammelte sie in «Whitnes», 2000, über vierhundert Tondokumente, in denen Leute über ihre Erfahrungen mit irrationalen Erscheinungen sprechen. Durch die Audioinstallation spaziert man wie durch einen Vorhang von wispernden Stimmen, die in verschiedenen Sprachen vom Unerklärlichen, Absurden oder auch Lächerlichen erzählen. Die Arbeit «From the Freud Museum», 1991-96, eine Anordnung aus archäologischen Sammlungsschachteln, ist als langjährige Auseinandersetzung mit der Person des Sammlers Sigmund Freud entstanden. Die Ausstellung in der Bawag Foundation, der ersten im neuen Quartier im 4.Wiener Bezirk, zeigt aber auch eine Reihe von installativen und filmischen Arbeiten, die zu den interessantesten von Hiller gehören.Hier kommen sowohl konzeptuelle,wie auch dokumentarische Arbeitsweisen zumTragen: In «Ceramic Works», 2003,werden Varianten von modernistischem Alltagsdesign gezeigt, indem Hiller hier bunte Vasen aus beiden Teilen Deutschlands zusammen führt. «The Last Silent Movie», 2007, schliesslich dokumentiert als Text- und Tonprojektion Aufnahmen von Sprachen, die heute vom Aussterben bedroht sind.

Until 
16.08.2008

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