Schatzmanisierung

Erwin Schatzmann · Waldeggsee Winterthur, 1998, Postkarte

Erwin Schatzmann · Waldeggsee Winterthur, 1998, Postkarte

Hinweis

Schatzmanisierung

Erwin Schatzmann (*1954, Agasul ZH) ist der wohl umstrittenste Winterthurer Künstler. 1999 sorgte er mit seiner See-Initiative für Schlagzeilen, 2008 mit der halblegalen Platzierung einer geschnitzten Sitzbank. Erwin Schatzmann polarisiert, auch mit seinem Äusseren. Lange wurde er mit seinen figurativen, bunt bemalten Holzfiguren – Göttinnen, Zwerge, Wegkreuze, Möbel – in die Kitsch-Ecke gestellt; kaum jemand interessierte sich für sein Schaffen. Erwin Schatzmann schnitzt, näht, malt, schreibt Aphorismen und tendiert dazu, alles seinem Gestaltungswillen zu unterwerfen. Selten trifft der Begriff des Lebens- und Gesamtkunstwerks dermassen zu wie bei diesem Künstler. Grundsätzlich mit dem Aussehen dieser Welt nicht einverstanden, entwirft Schatzmann Visionen zur Verschönerung des Lebens(raums): «Mein Anliegen ist ein politisches, das ich mit den Mitteln der Kunst vertrete.» Der Schatzmanisierung haftet durchaus etwas Manisches an, sie mutet an wie eine Weltaneignung aus dem Gefühl des Unbeheimatet-Seins. Nichtsdestotrotz fasziniert sein Werk durch ausserordentliche Originalität, Vielseitigkeit und Kohärenz. Erwin Schatzmann lebt ganz für und von seiner Kunst. Die Einzelausstellung in der Kunsthalle Winterthur erschliesst nun endlich diesen Kosmos

Until 
25.09.2010
Exhibitions/Newsticker Data Tipo Località Paese
Erwin Schatzmann da 22.08.2010 a 26.09.2010 Ausstellung Winterthur
Schweiz
CH

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