Frisch gemalt

Hinweis

Frisch gemalt

Einerseits führt das Museum Bruder Klaus in Person und Spiritualität von Niklaus von Flüe ein und steht damit in engem Bezug zum Wallfahrtsort Sachseln. Andererseits versucht der Museumsleiter Urs Sibler dem Publikum Begegnungen mit Kunst der Gegenwart zu ermöglichen - so auch in der aktuellen Schau ‹Frisch gemalt› mit sieben Maler/innen. Ein Eintreten auf den Geist des Ortes war nicht verlangt, aber möglich. Ganz direkt tut das Benno K. Zehnder, der eine Antwort auf die Frage sucht, wie denn der Heilige heute zu malen wäre. Auf eher verschlungenen Umwegen tut es Jennifer Kuhn in ihren freien gestischen Malereien. Eine Beziehung zu Obwalden geht Ann Nelson ein, die in sensiblen Kleinformaten eigene Obwaldner Landschaftsfotos paraphrasiert. Maria Zgraggen reagiert mit opulenten Malerei-Objekten kräftig und eigenständig auf zwei Räume des Hauses. Die erfrischend aufschäumenden und vitalen Malereien von Pia Fries überstrahlen zwei düstere Kellerräume. Die Gruppenpräsentation gerät im Wohngebäude aus dem 18. Jahrhundert aber auch an ihre Grenzen: Thomas Muffs Annäherungen an Porträts und Stéphane Belzères komplex gedachte, aber schwer nachvollziehbare Malereien finden in der räumlichen Enge kaum zu intensiver Entfaltung.

Until 
14.06.2014

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