«lebt und arbeitet in ?» im Neuen Kunstverein

Sven Drühl ? E.H., 2002

Sven Drühl ? E.H., 2002

Hinweis

«lebt und arbeitet in ?» im Neuen Kunstverein

Der Titel der Ausstellung und sein Kontext sind bekannt. Er dient in der Regel der geografischen, im Subtext allerdings auch der kulturellen Verortung. Schliesslich macht es einen Unterschied, ob der Satz mit London oder Bottrop endet: die Metropole steht in der Hierarchie über dem Provinznest, die tradierte Kunststadt über dem kulturellen Niemandsland. Die Aufgabe für den nach Berlin gezogenen Maler und Autor Sven Drühl war es, Künstler aus dem Ruhrgebiet zusammenzustellen. Drühl vermeidet den Begriff des Kuratierens und ignoriert den Hype um bestimmte Städte wie Berlin, Düsseldorf oder Köln und richtet eine Regionenschau aus, die gemeinhin als problematisch und eher unzeitgemäss gilt. Die Regionenschau muss man nicht weiter legitimieren, ihr Sinn und Grund leitet sich direkt aus dem Wort ab. Für Drühl bedeutete dies die reizvolle Aufgabe, sich ohne eine thematische Vorgabe nur auf die Kunst konzentrieren und auswählen zu können – wobei er selbst mitspielt. Die mediale Bandbreite wird gewährleistet durch Carl Emanuel Wolff (Skulptur), Piet Wessing (Installation), Malerei von Matthias Meyer, Fabian Weinecke und Sven Drühl selbst. Alexander Braun und Harald Busch arbeiten installativ in verschiedenen Medien. Der einzige Künstler, der sich thematisch tatsächlich mit dem Ruhrgebiet auseinandersetzt ist Christoph Dettmeier (Video).

Until 
26.04.2003

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