Daniel Schibli und Markus Weiss im Kunstraum

Daniel Schibli/Markus Weiss, kunstraum Kreuzlingen 2004

Daniel Schibli/Markus Weiss, kunstraum Kreuzlingen 2004

Hinweis

Daniel Schibli und Markus Weiss im Kunstraum

Auf den ersten Blick eine verblüffende Kombination. Daniel Schibli (*1963 Killwangen) und Markus Weiss (*1963 Zürich) bespielen den kunstraum kreuzlingen mit unterschiedlichsten Medien: mit raumgreifender Installation der eine, mit grossformatiger Malerei der andere. Das Zusammenspiel beider Medien im Rahmen dieses Paarlaufs ist frappierend. Daniel Schiblis raumgrosser begehbarer Körper entwickelt sich stark aus der Oberfläche heraus, die sein Gebilde einerseits auflösen, ihm andererseits die Funktion eines Bildträgers zuweisen. Reflektierende, lichtbrechende Flächen spiegeln den Umraum und erzeugen durch subtilste Brechungen eigene Bilder. Während diese Wirkung im geheimnisvollen Inneren der schiblischen Bauten noch auf sich selbst verweist, tritt sie aussen in Korrespondenz mit der Umgebung. Mit seiner Malerei beschreitet Markus Weiss den quasi entgegengesetzten Weg. Denn diese löst sich von der Oberfläche der Leinwand, entwickelt luftige Räumlichkeit und spielt dabei auf ganz andere Art mit Reflexen und Lichterscheinungen. Beinahe sphärisch anmutend tritt seine Malerei mit der Aussenhaut des schiblischen Raumkörpers in Beziehung – nicht nur durch unmittelbare Spiegelungen, sondern auch als Gegenlese verwandter Wirkungen. Über die Chancen einer auf den ersten Blick überraschenden Künstler-Partnerschaft auf Zeit werden sie mit den beiden Kunstbuch-Netzwerkern der Edition Fink, Georg Rutishauser und Matthias Kuhn, im Rahmen von «Brot und Wein» am 8.2. ab 11 Uhr diskutieren.

Until 
28.02.2004

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