Roman Signer: Galerie Martin Janda, Wien

Roman Signer, Ausstellungsaufnahme, 2020, Courtesy Galerie Martin Janda Wien

Roman Signer, 
Ausstellungsaufnahme, 2020, Courtesy Galerie Martin Janda Wien

Roman Signer, Ausstellungsaufnahme, 2020, Courtesy Galerie Martin Janda Wien

Roman Signer, Ausstellungsaufnahme, 2020, Courtesy Galerie Martin Janda Wien

Roman Signer, Ausstellungsaufnahme, 2020, Courtesy Galerie Martin Janda Wien

Roman Signer, Ausstellungsaufnahme, 2020, Courtesy Galerie Martin Janda Wien

Roman Signer, Installation mit Ventilator, 2020, Installationsaufnahme, Courtesy Courtesy Galerie Martin Janda Wien   

Roman Signer, Installation mit Ventilator, 2020, Installationsaufnahme, Courtesy Courtesy Galerie Martin Janda Wien   

Roman Signer, Orgelpfeife, 2020, Installationsaufnahme, Courtesy Courtesy Galerie Martin Janda Wien

Roman Signer, Orgelpfeife, 2020, Installationsaufnahme, Courtesy Courtesy Galerie Martin Janda Wien

Roman Signer: Galerie Martin Janda, Wien

Wien — Die letzte Ausstellung von Roman Signer in der Galerie Martin Janda liegt schon fünf Jahre zurück, und so war die Vorfreude gross, neue Arbeiten des Schweizer Künstlers in Wien sehen zu können. Aber es kam ja alles etwas anders als in normalen Kunstbetriebszeiten. So fand die Eröffnung bereits unter den verordneten Sondermassnahmen im Vorfeld der Coronakrise statt. Zwar konnte die Ausstellung mit Sicherheitsabstand zwischen den Besucher*innen noch besichtigt werden, aber nur wenige Tage später blieb die Galerientür zu. Und zum jetzigen Zeitpunkt ist es ungewiss, wann sie wieder geöffnet werden wird. Der Galerist Martin Janda verlegt seine Aktivität zunächst verstärkt ins Netz: «Das Programm ändert sich im Moment nicht, wir warten ab, wie sich die Situation weiter entwickelt. Unsere Online-Präsenz wird gezielt weitergeführt.» Dass man sich auf eine längere Schliesszeit einstellt, ist aber auch klar. Dennoch soll die verstärkte Internetpräsenz nicht jegliche reale Ausstellungstätigkeit ersetzen. Janda: «Als soziale Wesen brauchen wir die persönliche Auseinandersetzung mit Kunst. Wir alle sitzen ja sehr viel Zeit vor dem Bildschirm, und ich glaube nicht, dass wir das soziale Leben ins Internet verlagern können. Die Kunst, die ich zeige, fordert die Leute heraus.»

Roman Signer (*1938) war zur Ausstellung angereist und präsentierte seine neuen Installationen persönlich, auch in Coronazeiten mit lakonischem Witz und verschmitztem Lächeln: «Es ist eine Skulpturenausstellung», meinte er. Im Hauptraum sind Arbeiten zu sehen, die aus bewegten «Aktionen», wie der Künstler sagt, gefroren sind: Die Holzkiste auf Metallskiern, die durch vier Raketen angetrieben wurde, ‹Ski mit Raketen›, 2020, oder eine um ein Holzgestell gewickelte Drohne, die sich quasi selbst festband, ‹Quadrokopter mit gelbem Band›, 2020. Im künstlerischen Vokabular Signers ist die geknickte Orgelpfeife, die im Souterrain ausgestellt ist, nicht heimisch. Auch dieses Werk, die ‹Orgelpfeife›, 2020, ist das Resultat eines vorangegangenen, präzise berechneten, physikalischen Vorgangs: Die über drei Meter lange Röhre wurde auf einen Metallbock fallen gelassen, sodass sie sich durch die Schwerkraft selbst deformierte,. In Signers prozessualer Kunst ist immer wieder abgründiger Humor zu spüren. Die Videoinstallation einer Fahrt im Kleinbus ‹Installation mit Ventilator›, 2020 durchs idyllische Appenzell, wo der Künstler hinten im Heck mit Gesichtsschutz und Helm konzentriert eine Drohne steuert, erhält in Tagen wie diesen ganz neue symbolische Bedeutungen. 

Exhibitions/Newsticker Data Tipo Località Paese
Roman Signer da 13.03.2020 a 30.05.2020 Ausstellung Wien
Österreich
AT

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