Caribu

Paul Suter, Caribu, 1994, Plastik, Stahl, 950x770x570 cm, Kantonsschule Zug, Lüssiweg 24, Eigentum Kanton Zug 

Paul Suter, Caribu, 1994, Plastik, Stahl, 950x770x570 cm, Kantonsschule Zug, Lüssiweg 24, Eigentum Kanton Zug 

Paul Suter, Caribu, 1994, Plastik, Stahl, 950x770x570 cm, Kantonsschule Zug, Lüssiweg 24, Eigentum Kanton Zug 

Paul Suter, Caribu, 1994, Plastik, Stahl, 950x770x570 cm, Kantonsschule Zug, Lüssiweg 24, Eigentum Kanton Zug 

Paul Suter, Caribu, 1994, Plastik, Stahl, 950x770x570 cm, Kantonsschule Zug, Lüssiweg 24, Eigentum Kanton Zug 

Paul Suter, Caribu, 1994, Plastik, Stahl, 950x770x570 cm, Kantonsschule Zug, Lüssiweg 24, Eigentum Kanton Zug 

Caribu

Public Art

Wer den erhöhten Innenhof der Kantonsschule Zug am Lüssiweg zur Einkaufspassage Metalli hin verlässt, den verabschiedet die riesige Stahlplastik Caribu von Paul Suter. Wie auch bei seinen anderen Werken lässt Suter bei Caribu dessen monumentale Grösse für sich selbst sprechen. Die dreidimensionale Formensprache des Objekts scheint wie in den Raum gezeichnet. Caribu ist eine filigrane Skulptur, der Bildhauer hat die Form der Stahlelemente reduziert auf Geraden und ausholende Bögen, die expressiv in den Raum wachsen. Mit Caribu befreit sich die Eisenplastik des Künstlers Paul Suter endgültig von der Volumendarstellung und wird zum eigenständigen, architektonischen Raumelement. Der Stahl löst sich von seinem materiellen Charakter und geht in reine Form über. Die Plastik, den Boden nur an wenigen Punkten berührend, wirkt leicht und nach oben strebend, ganz dem an sich schweren Material des Stahls widersprechend. Die riesigen Stahlelemente bauen sich in die Höhe, als versuchten sie dem Boden zu entkommen. Ausholende Bögen spotten jeder statischen Vernunft. 

Paul Suter erklärt: „Ich versuche, die gewählten Formteile so einzusetzen und zusammenzufügen, dass nicht so sehr der materielle Präsenz bekundet wird, als vielmehr Bewegungen im Raum, Kräfte im Raum veranschaulicht werden.“ Das abstrakte Gebilde regt die Fantasie an und erinnert an eine Pflanze, an die Schalenstücke einer Frucht oder einen Vogel, der gerade abhebt. Der Künstler selbst sieht in seinem Werk das asymmetrische Geweih eines nordamerikanischen Rentiers - daher auch der Name Caribu, das Kraft und jugendlichen Optimismus symbolisiert. Es ist eine typische Arbeit von Suter, der anfänglich vor allem mit Stein und Bronze und später vornehmlich mit Eisen arbeitete. 

Paul Suter (1926-2009) wurde in Gränichen (AG) geboren. Von 1947 bis 1951 absolvierte er eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Allgemeinen Gewerbeschule und am Lehrerseminar in Basel. Ab 1951 war er als Zeichenlehrer tätig und arbeitete in seinem eigenen Atelier in Basel. Sein plastisches Schaffen erlernte er autodidaktisch; seit 1968 arbeitete er als freischaffender Eisenplastiker. Er machte Studienaufenthalte in Paris und Umbrien. 1958, 1962 und 1963 erhielt er jeweils das eidgenössische Kunststipendium, 1963 das Stipendium der Stadt Basel und 1971 das Stipendium der Stiftung Pro Arte in Bern. 

Datierung 
1994
Objektmasse 
950 x 770 x 570
Standort 
Kantonsschule Zug
Lüssiweg 24
6300 Zug
Schweiz
Autor/innen
Jacqueline Falk
Künstler/innen
Paul Suter

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