Figur VII

Willy Wimpfheimer, «Figur VII», 1983, Tramdepot Irchel, Fachstelle Kunst und Bau, Amt für Hochbauten, Stadt Zürich, Foto: Marc Lendorff

Willy Wimpfheimer, «Figur VII», 1983, Tramdepot Irchel, Fachstelle Kunst und Bau, Amt für Hochbauten, Stadt Zürich, Foto: Marc Lendorff

Figur VII

Public Art

Die 1983 für das Tramdepot Irchel geschmiedete Eisenplastik «Figur VII» von Willy Wimpfheimer (*1938) zeugt von dessen künstlerischem Reifeprozess. Ein massiver zu einem umgekehrten U gebogener Vierkanteisenstab zerbirst – aufgrund der vorsätzlichen Überspannung – an seinem Scheitelpunkt. Die Verwendung von Vierkanteisenstäben, die vorzugsweise zu Stelen zusammengeschweisst werden, charakterisiert das plastische Schaffen des Künstlers. Willy Wimpfheimer lässt Eisenstäbe wie Baumstämme bersten. Stelen werden gedehnt, gebogen oder gekrümmt bis sie aufbrechen und sich die einzelnen Stäbe wie Äste dem Himmel entgegenstrecken oder sich wie Blumenkelche öffnen. Die Thematisierung des als unzerstörbar eingestuften Werkstoffes Eisen als zerfaserndes, verletzbares Element spricht für Wimpfheimers hohe Materialsensibilität. Für den massiven Eisenbogen, der im Tramdepot Irchel ein Stumpfgleis gegen die Winterthurerstrasse abschliesst, hat sich im Volksmund der Name «Prellbock» eingebürgert. Das wundert nicht, die schräg gestellte U-Bogen-Eisenform wirkt, als hätte sie schon so manchen Tramzug zurückhalten müssen.

Technik 
Eisen geschmiedet
Datierung 
1983
Standort 
Irchelstrasse 38
Tramdepot Irchel
8057 Zürich
Schweiz
Künstler/innen
Willi Wimpfheimer

Werbung