Grosser Rugel

Josef Staub, Grosser Rugel, 1972, Plastik, Chromstahl, 200x400x250 cm, Rössliwiese, Vorstadt, Eigentum Stadt Zug 

Josef Staub, Grosser Rugel, 1972, Plastik, Chromstahl, 200x400x250 cm, Rössliwiese, Vorstadt, Eigentum Stadt Zug 

Josef Staub, Grosser Rugel, 1972, Plastik, Chromstahl, 200x400x250 cm, Rössliwiese, Vorstadt, Eigentum Stadt Zug

Josef Staub, Grosser Rugel, 1972, Plastik, Chromstahl, 200x400x250 cm, Rössliwiese, Vorstadt, Eigentum Stadt Zug

Josef Staub, Grosser Rugel, 1972, Plastik, Chromstahl, 200x400x250 cm, Rössliwiese, Vorstadt, Eigentum Stadt Zug

Josef Staub, Grosser Rugel, 1972, Plastik, Chromstahl, 200x400x250 cm, Rössliwiese, Vorstadt, Eigentum Stadt Zug

Grosser Rugel

Public Art

Die Plastik Grosser Rugel von Josef Staub steht in der Mitte der Rössliwiese. Auf den ersten Blick erinnert sie an einen gigantischen Stahlspan: in weichen Rundungen kringelt sich verspielt ein Chromstahlband. Die offenen und geschlossenen Kreisformen erzeugen ein harmonisches Gleichgewicht. Trotz der Schwere des Materials wirkt die Plastik durch die ausgewogenen Proportionen, die Kreisformen und die geringe Auflagefläche leicht. Der dezente Glanz der glatten Oberfläche unterstützt den Eindruck der Leichtigkeit.

Mit seinen vielfältigen Windungen thematisiert der Grosse Rugel Bewegung und Gegenbewegung und macht dadurch Bewegungsabläufe sichtbar. Angeregt durch die Arbeiten von Hans Arp, Constantin Brancusi und Max Bill fand Josef Staub ab den 1970er Jahren zum Werkstoff Chromstahl und einer geometrisch-abstrakten Formensprache. Auch dieses Werk aus geschliffenem und poliertem Stahlblech ist ein früher Vertreter dieser Schaffensphase. Die 1972 als erstes Kunstwerk auf dem Rigiplatz installierte Freiplastik erhitzte damals die Gemüter. Während sie anfänglich als zu modern erachtet wurde, gehört sie inzwischen zu den bekanntesten Werken im öffentlichen Raum der Stadt Zug. 

Josef Staub (1931-2006) wurden in Baar (ZG) geboren. Ursprünglich zum Maurer und Bauführer ausgebildet, erwarb er sein künstlerisches Können vor allem autodidaktisch. Ab 1950 war er als Maler tätig, ab 1965 wandte er sich der Plastik zu. In den 1970er und 1980er Jahren verbrachte Staub Studienaufenthalte in Spanien, Frankreich, Italien und in den USA. 1957 und 1959 erhielt er das eidgenössische Kunststipendium, 1958 ein Stipendium der Kiefer-Hablitzel-Stiftung, 1975 das Stipendium des Kantons Zürich. 1989 war er Initiant und Mitorganisator der «Eisen 89-Perspektiven Schweizer Eisenplastik 1934-1989» in Dietikon. Er führte verschiedene Auftrags- und Wettbewerbsarbeiten aus und war an zahlreiche Ausstellungen in der Schweiz, Europa und den USA präsent. 

Datierung 
1972
Objektmasse 
200 x 400 x 250
Standort 
Rössliwiese
Vorstadt
6300 Zug
Schweiz
Autor/innen
Jacqueline Falk
Künstler/innen
Josef Staub

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