Grosser Stehender

Fritz Wotruba, Grosser Stehender, 1974, Plastik, Bronze, 212x86x74 cm, Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, Eigentum Kunsthaus Zug, Schenkung Foundation for the Promotion of Modern Sculpture, Vaduz 

Fritz Wotruba, Grosser Stehender, 1974, Plastik, Bronze, 212x86x74 cm, Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, Eigentum Kunsthaus Zug, Schenkung Foundation for the Promotion of Modern Sculpture, Vaduz 

Fritz Wotruba, Grosser Stehender, 1974, Plastik, Bronze, 212x86x74 cm, Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, Eigentum Kunsthaus Zug, Schenkung Foundation for the Promotion of Modern Sculpture, Vaduz 

Fritz Wotruba, Grosser Stehender, 1974, Plastik, Bronze, 212x86x74 cm, Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, Eigentum Kunsthaus Zug, Schenkung Foundation for the Promotion of Modern Sculpture, Vaduz 

Fritz Wotruba, Grosser Stehender, 1974, Plastik, Bronze, 212x86x74 cm, Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, Eigentum Kunsthaus Zug, Schenkung Foundation for the Promotion of Modern Sculpture, Vaduz 

Fritz Wotruba, Grosser Stehender, 1974, Plastik, Bronze, 212x86x74 cm, Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, Eigentum Kunsthaus Zug, Schenkung Foundation for the Promotion of Modern Sculpture, Vaduz 

Grosser Stehender

Public Art

Bei der schmalen Figur Grosser Stehender beginnt Wotruba die figürliche Komponente aufzulösen. Im Unterschied zu anderen, im öffentlichen Raum der Stadt Zug ausgestellen Werken des Wieners, hat der Künstler bei Grosser Stehender die Reduktion der menschlichen Figur nicht vollständig verfolgt. Die Plastik, die auf der Wiese hinter dem Kunsthaus Zug steht, lässt Kopf und Schulterpartien oder Arme erkennen.

Fritz Wotruba und seine Frau Marian hatten während ihrer Exilzeit in Zug von 1938/39-1945 eine sehr enge Freundschaft mit dem Sammlerehepaar Fritz und Editha Kamm begründet, welche von lebenslangem Bestand sein sollteAuch die Zuger Kunstgesellschaft pflegte einen intensiven Kontakt mit Wotruba, kaufte Werke an und veranstaltete Ausstellungen mit ihm. Zeugnis dieser langen und tiefen Freundschaft sind die zahlreichen Werke in der Stiftung Sammlung Kamm, die grösstenteils mit Beratung des Künstlers erworben wurden. Die Bestände der Zuger Kunstgesellschaft, der Stiftung Sammlung Kamm sowie Dauerleihgaben bilden neben dem von der Fritz Wotruba Privatstiftung im 21er Haus in Wien verwalteten Nachlass die wichtigste öffentliche Sammlung von Werken des Künstlers.

Fritz Wotruba (1907-1975) wurde in Wien geboren. Von 1926 und 1929 studierte er Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule in Wien. Aus politischen und wirtschaftlichen Gründen verliess er 1933 zusammen mit seiner Frau Marian sein Heimatland; von 1938 bis 1945 lebte das Ehepaar Wotruba in Zug im Exil. Wotrubas Atelier an der Weinbergstrasse 4 in Zug war ein beliebter Treffpunkt vieler Künstler und Intellektueller. Durch seine Exiljahre in Zug während des Zweiten Weltkrieges schloss Fritz Wotruba enge Freundschaften in der Stadt und grosse Unterstützung und Wertschätzung erfuhr, blieb im Grunde seines Herzens immer Wiener. Kurz nach dem Krieg kehrte er in die Hauptstadt zurück. Hier war er an die Akademie der Bildenden Künste berufen worden, wo er bis zu seinem Tod eine Meisterschule für Bildhauerei leitete. Wotruba nahm die Anregungen der Schweizer Kunstschaffenden und Intellektuellen auf, konnte seine Schaffenskrise während des Krieges aber erst nach Wien zurückgekehrt überwinden und die vielen Eindrücke umsetzen. Wotruba wurde sechs Mal an die Biennale von Venedig eingeladen. Seine Werke zeigte er an zahlreichen Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Frankeich, Italien, den USA und der Schweiz. 

Datierung 
1974
Objektmasse 
212 x 86 x 74
Standort 
Kunsthaus Zug
Dorfstrasse 27
6300 Zug
Schweiz
Autor/innen
Jacqueline Falk
Künstler/innen
Fritz Wotruba

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