patterns

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Norbert Möslang, patterns, 2018, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Fotografie: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

patterns

Public Art

Beim 2015 durchgeführten Wettbewerb für eine künstlerische Arbeit in der neuen Bahnhofshalle St.Gallen mit insgesamt acht eingeladenen Kunstschaffenden aus dem In- und Ausland setzte sich der Multimediakünstler Norbert Möslang mit dem Projekt «patterns» durch. Die bestechende Idee hinter seiner ortspezifischen Intervention: die analoge Uhr an der gläsernen Südfassade der Ankunftshalle durch eine binäre Zeitanzeige zu ersetzen. 
«patterns» besteht aus 17 genau einen Meter hohen Aluminiumkörpern, die mit blau leuchtenden LED’s bestückt sind. Sie sind in drei waagrechten, übereinander liegenden Zeilen angeordnet. In der obersten befinden sich fünf Kreise, in der mittleren stehen sechs x-förmige Kreuze und in der untersten reihen sich sechs Quadrate aneinander. Durch eine elektronische Steuerung werden die einzelnen Leuchtkörper an- und ausgeschaltet, wodurch verschiedene Muster bzw. visuelle Codes entstehen. Die geometrischen Leuchtkörper verbleiben denn auch nicht in ihrer Erscheinung als abstrakte Formenfolgen, sondern zeigen ganz funktional die aktuelle Uhrzeit in Stunden, Minuten und Sekunden an. Mit ein bisschen Übung lässt sich das binäre System vom Busbahnhof her durch Addition der leuchtenden Zeichen entschlüsseln und die Zeit ablesen. Im Innern der Ankunftshalle erscheint die Anzeige seitenverkehrt. 
Formale Klarheit, Reduktion und Einfachheit treffen in «patterns» auf Zuschreibungen wie enigmatisch, technisch komplex und sperrig. Während wir bei analogen Uhren das Aussehen der Zeitanzeige verinnerlicht haben, verlangt uns die binäre Uhr den Effort einer vorerst ungewohnten, intellektuell fordernden Entschlüsselungsleistung ab. Dadurch macht «patterns» die zunehmend höheren Anforderungen an unsere Flexibilität bewusst, die in einem durch Informationstechnik geprägten Alltag gefordert wird. (Text: Stefanie Kasper, März 2021)

 

Technik 
Installation mit LEDs
Datierung 
2018
Material 

LED, Kunststoff, elektrische und elektronische Installation

Standort 
Bahnhofplatz
9000 St. Gallen
Schweiz
Künstler/innen
Norbert Möslang

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