Wasserobjekt

Roman Signer, Wasserobjekt, 1984, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Foto: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Wasserobjekt, 1984, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Foto: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Wasserobjekt, 1984, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Foto: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Wasserobjekt, 1984, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Foto: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Wasserobjekt, 1984, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Foto: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Wasserobjekt, 1984, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Foto: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Wasserobjekt, 1984, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Foto: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Roman Signer, Wasserobjekt, 1984, Kunst im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen, Foto: Anna-Tina Eberhard, St.Gallen

Wasserobjekt

Public Art

Roman Signers erste Arbeit im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen ist das „Wasserobjekt“, das 1984 anlässlich des Baus eines Schulpavillons durch das Architekturbüro Kuster Kuster & Partner für die Primarschule Oberzil entstanden ist. Beidseits des Verbindungswegs zwischen dem Pavillon und dem Landhaus Villa Oberzil stehen sich zwei 230 cm hohe Hohlkörper aus Eisen mit quadratischem Grundriss in einem Abstand von gut drei Metern gegenüber. Die einander zugewandten Seiten der hohlen Metallkörper sind oben mit kreisrunden Öffnungen versehen. In der Kreisöffnung der einen Stele ist mittig eine Düse angebracht. Mit den Glockenzeichen der Schule oder durch das Drücken eines Schaltknopfs am Boden schiesst aus dieser ein Wasserstrahl horizontal in die Öffnung der zweiten Stele, die wie ein Resonanzkörper wirkt. Den Gesetzen der Schwerkraft trotzend schwebt das Wasser als Verbindungslinie auf Zeit zwischen den beiden Metallkörpern und wird so zum werkkonstituierenden Moment. Wie so oft in Signers Schaffen kommt dem Wasser hier die Funktion eines korrespondierenden Materials zu, dem dank seiner physikalischen Eigenschaften das Potential der Veränderung inhärent ist. Die minimalistische Einfachheit und Strenge der beiden sich gegenüberstehenden Metallkörper wird durch den plötzlich hervorschiessenden Wasserstrahl spielerisch gebrochen, die Stelen vervollständigen sich zur Pforte. Die Wegverbindung wirkt wie eine Einladung, sich ins Wirkungsfeld des „Wasserobjekts“ zu begeben: Über dem Kopf der stiebende Wasserstrahl, das Rauschen und Prasseln des nassen Elements in den Ohren, wird die Arbeit unmittelbar körperlich erfahrbar. Roman Signer schuf mit dem „Wasserobjekt“ eine künstlerische Intervention, die spielerisch-humorvoll ist und zugleich durch ihre starke skulpturale Präsenz überzeugt. (Text: Stefanie Kasper, Oktober 2020)

 

Technik 
Objekt
Datierung 
1984
Objektmasse 
230 x 310 x 40
Material 

Eisen verzinkt und schwarz gestrichen, Wasser

Standort 
Brauerstrasse 78
9016 St. Gallen
Schweiz
Künstler/innen
Roman Signer

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