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Zur Ausstellung: WO ES ANFÄNGT AUFZUHÖREN - Markus Uhr

3. Februar - 7. April 2024

Der in Berlin wohnhafte Künstler, Markus Uhr (1974), wuchs im Kanton Zug auf. Seine Werke sind u.a. in den Sammlungen des Kantons Zug, des Aargauer und Zürcher Kunsthauses vertreten. In der Galerie präsentieren wir in der Ausstellung WO ES ANFÄNGT AUFZUHÖREN mehrere seiner neuesten Werkgruppen.

Die Collagen der Werkgruppe MALE erinnern an pastellfarbige Sternenhimmel – ein tiefer Raum, gräulich-beige der Hintergrund, rosafarben und grau die Himmelskörper.

Ausgangspunkt der Arbeit sind verschmutzte Kartons, die Markus Uhr mit dem ikonischen Muttermal der Marilyn Monroe «reinigte». Für jede Unreinheit, für jeden Fleck schnitt der Künstler aus hunderten Fotografien das passende Mal aus und überklebte jeden Makel damit. Die ästhetisch überzeugenden und sinnlichen Collagen sind das Resultat einer streng konzeptuellen Arbeitsweise.

Begleitet wird MALE von zwei Künstlerbüchern (KEINE MALE und GAR KEINE MALE) und einer wandfüllenden Tapetenarbeit (KEINE MALE). Diese liefert die Evidenz für die Herkunft der abstrakten Punkte, der Male. Es sind die stark vergrösserten Ausschnitte von Fotografien der Wange Monroes, auf denen das Muttermal fehlt, da der Künstler es entfernt hat. Die Vergrösserung des Ausschnitts legt das Druckraster offen und zeigt auf diese Weise Tausende kleiner «Male».

Die Frage nach der Echtheit des Mals wird somit aufgeworfen. Ist Marilyns Schönheitsfleck echt oder nur aufgesetzt? War er immer da und nur manchmal weggeschminkt? Schönheitsideal mit Makel? Ein Makel, der wiederum zum Schönheitsideal wird? Oder Angst vor weisser Fläche?

Um weisse Flächen geht es auch bei der Serie THE B-SIDES. Sie nimmt Bezug auf Barnett Newmans "The stations of the Cross"– Lema Sabachitani (Stationen des Kreuzwegs, «Warum hast du mich verlassen?»). In dieser Arbeit erforscht Markus Uhr, wie viel Deutbares auf Bildern gelöscht werden kann, ohne dass sie ihre Bild- und somit Glaubwürdigkeit verlieren.

THE B-SIDES Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind die bis heute radikalsten Arbeiten aus der Reihe. Sie sind reduziert auf ein Minimum von Input, wie etwa eine Risskante oder kaum wahrnehmbare Farbaufträge. Markus Uhr beschreibt es so: "Es ist eine reine Form von purer Ästhetik, die ich hier, kurz bevor es anfängt aufzuhören, zu finden hoffe."

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