Yoko Ono

Yoko Ono · 1970, Filmstill von FLY, Colour, Courtesy of Lenono Photo Archive?Foto: Yoko Ono

Yoko Ono · 1970, Filmstill von FLY, Colour, Courtesy of Lenono Photo Archive?Foto: Yoko Ono

Hinweis

Yoko Ono

«Framing is all we can do. Framing is all we do anyway. We cannot not frame things», schrieb Yoko Ono (*1933) 1995. Mütterlicherseits kommt die vielseitige Künstlerin, die man auch «Iron Butterfly» nennt, aus einer der angesehensten japanischen Familien, weshalb sie als Kind die Schule für die Angehörigen des Kaiserhauses besuchte. Der Vater wurde Bankier statt Pianist und die Tochter erhielt früh Klavier- und Gesangsunterricht. Ono hat als eine der ersten Frauen in Japan Philosophie studiert, sie erhielt in den USA in Bronxville Kompositionsunterricht, gehörte zu den Pionieren der Konzeptkunst und lebte mit dem Komponisten Toshi Ichiyanagi, ihrem ersten Ehemann, ab Mitte der 50er Jahre in New York, wo sie Kontakt zu John Cage aufnahm. In ihrem Loft veranstaltete sie Konzerte, die von George Maciunas, John Cage, Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Marcel Duchamp, Max Ernst, Peggy Guggenheim oder Isamu Noguchi besucht wurden. Seit 1966 war sie mit John Lennon zusammen und «Imagine Peace» wurde zum Leitsatz. Seit Ono als Kind erfuhr, dass sie ihren jüngeren hungrigen Bruder mit eingebildeten Mahlzeiten zum Lachen bringen konnte, hatte sie die Wirksamkeit von Träumen entdeckt, wovon auch die Bielefelder Ausstellung zu berichten weiss. Neben vielen Skulpturen, Bildern, Zeichnungen, Fotos, Filmen und Klanginstallationen von 1961 bis in die Gegenwart, auch der zentralen, 1964 in Tokio veröffentlichten Arbeit «Grapefruit», kann man im Aussenraum an einem «Wish Tree» Träume aufhängen und über eine «Goldene Leiter» oder eine Fahrt mit einem Leichenwagen dem Himmel ein wenig näher kommen. Auch Träume brauchen die Etikette.

Until 
15.11.2008

 «Yoko Ono: Between the sky and my head». Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln

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