Esther Stocker

Hinweis

Esther Stocker

Mit LKW-Planen, die mit schwarzweissen Gitterstrukturen bemalt und durch Zerknautschen in Objektform gebracht wurden, lässt die Künstlerin Esther Stocker (*1974, Schlanders) beim Publikum des Kunstraums derzeit «Zweifel an der Geraden» aufkommen.
Die Südtirolerin beschäftigt sich seit Jahren mit Rastersystemen in allen möglichen Ausprägungen. Sie ist interessiert an der Offenheit und unendlichen Erweiterbarkeit solcher Strukturen. Raster sind für Stocker antihierarchische Systeme, die sowohl in der Wissenschaft wie auch in der Philosophie und im Alltag eine zentrale Rolle spielen. Vorläufer ihrer «visuellen Grammatik» sind sicher die frühen, minimalistischen Arbeiten von Joe Baer und Frank Stella. Auch das Quadrat von Kasimir Malewitsch zitiert sie immer wieder. Die schwarzen und weissen, vielfach reproduzierten, geknickten und verschobenen Quadrate auf den Planen-Knäueln kontrastieren mit dem schmutzigen Braun der Wände und Böden des ehemaligen Industriegebäudes. Durch das Falten und Zerknittern wird die strenge formale Geometrie des Gemalten aufgehoben. Auch die scheinbar zufällige Platzierung der Objekte im Raum unterminiert die Ordnung. Und es gibt auch organisch-visuelle Anknüpfungspunkte: Die Objekte erinnern an überdimensionales zerknülltes Papier oder an riesige Fussbälle, denen die «Seele» entnommen wurde.

Until 
14.06.2014
Exhibitions/Newsticker Data Tipo Località Paese
Esther Stocker da 25.04.2014 a 15.06.2014 Ausstellung Dornbirn
Österreich
AT
Author(s)
Karlheinz Pichler
Artisti
Esther Stocker

Werbung