Herman de Vries im Musée cantonal des Beaux-Arts

Herman de Vries · Terres-Lausannes et ses alentours, 2001–2002, Bodeninstallation mit Erdproben aus der Region Lausanne; an der Wand: Quercus, 1992, Phalaris arundinacea, 1990, Vaccinium, 1991

Herman de Vries · Terres-Lausannes et ses alentours, 2001–2002, Bodeninstallation mit Erdproben aus der Region Lausanne; an der Wand: Quercus, 1992, Phalaris arundinacea, 1990, Vaccinium, 1991

Hinweis

Herman de Vries im Musée cantonal des Beaux-Arts

Herman de Vries (*1931) entwirft eine strenge, konzeptuell minimalistische Ordnung, um in ihr die subtilen Differenzen des lebendig Organischen umso deutlicher hervorzuheben. Wie Platten von Carl Andre sind auf dem Boden flache Rechtecke aneinander gereiht. Sie bestehen aus Erde, die in der Umgebung von Lausanne gesammelt wurde, und weisen eine staunenswert unterschiedliche Färbung und Beschaffenheit auf. Der holländische Künstler hatte zunächst ein Gartenbaustudium absolviert, bevor er sich einerseits der biologischen Forschung (bis 1970) und zugleich dem Kunststudium widmete. Zunächst malte er gestisch expressive Bilder, später fertigte er monochrome (Zero-) Objekte an. Sprachexperimente folgten und die Beschäftigung mit der konkreten Poesie und auch der Fotografie. In den siebziger Jahren hat der Künstler begonnen, Pflanzenteile zu sammeln, die er in präzisen Ordnungen archiviert. Aus der ganzen Welt hat er Erdproben heimgebracht und sie zu einem «Erdmuseum» formiert. Solche Naturauslagen weisen nicht nur auf die poetisch metaphysische Erforschung der Welt hin, sondern zeugen zugleich von einem ökologischen Interesse. In Lausanne sind Erd- und Ascheausreibungen, gerahmte Blätter und Pflanzen, Wandgebilde aus Ästen, Fotografien und Texte zu sehen und zu lesen. Mit Künstlerbuch.
Bis 21.4.

Exhibitions/Newsticker Data Tipo Località Paese
Herman de Vries da 02.02.2002 a 21.04.2002 Ausstellung Lausanne
Schweiz
CH
Author(s)
Testvorname red.
Artisti
Herman de Vries

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