Keith Sonnier

Keith Sonnier, Portal Series and Selected Early Works, Ausstellungsansicht Häusler Contemporary Zürich, 2017. Foto: Mischa Scherrer

Keith Sonnier, Portal Series and Selected Early Works, Ausstellungsansicht Häusler Contemporary Zürich, 2017. Foto: Mischa Scherrer

Keith Sonnier

Zürich ­— Keith Sonnier (*1941, Mamou, LA) ist vor allem für seine technoiden Gebilde aus Neonröhren bekannt. Mal hängt er sie an wuchtige Metallgerüste, mal frei an die Wand. Die Galerie Häusler Contemporary zeigt jetzt einige seiner älteren Werke zusammen mit ganz neuen. Diese nennt er ‹Portale› – es handelt sich dabei um Neonröhren-Skulpturen, die in rot, blau und gelb gedankliche Pforten im Raum andeuten. Meist sind es leichtgewichtige Leuchtröhren in geschwungenen Linien, die mit schwarzen Kabeln verbunden sind. Die meisten dieser Objekte hängen an den weissen Wänden des Ausstellungsraumes, an die sie schimmernde Lichtschatten werfen. Die Kabel reichen bis zum Boden, enden in der Steckdose an der Wand und markieren so die technische Schnittstelle zwischen Infrastruktur und Raum. Der Innenraum der Galerie wird so als Aussenraum der Wand lesbar, deren eigener Innenraum darin verborgen ist. So deuten die bogenförmigen Röhren nicht nur imaginäre Öffnungen, sondern auch physische Öffnungen in den Wänden an. Während sie diese und den Raum, der hinter ihnen sichtbar wird, als gedankliche Projektionsflächen einsetzen, benutzen sie die Wände als materielle Quelle ihrer Leuchtkraft. So können sie selbst als Interface gelesen werden: Als Schnittstelle zwischen räumlicher Infrastruktur und dem Raum als Medium der Imagination.

Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Keith Sonnier 12.04.201717.06.2017 Ausstellung Zürich
Schweiz
CH
Künstler/innen
Keith Sonnier
Autor/innen
Philipp Spillmann

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