«Volksgarten. Die Politik der Zugehörigkeit» im Kunsthaus

Airtrain · beim Aufbau im Volksgarten Graz, 2007

Airtrain · beim Aufbau im Volksgarten Graz, 2007

Hinweis

«Volksgarten. Die Politik der Zugehörigkeit» im Kunsthaus

«Volksgarten» heisst eine Parkanlage im Bezirk Lend. Lend und auch Gries grenzen an das Grazer Kunsthaus und werden in der aktuellen Ausstellung explizit thematisiert, bzw. erkundet. Wie wird in diesen ethnisch und sozial sehr vielschichtigen Räumen Identität konstruiert, welche Strategien der politischen, kulturellen und nationalen Zugehörigkeit entwickelt. Das Grazer Kunsthaus, immer noch «Friendly Alien» genannt, schickt Satelliten in Form von Künstlern und Künstlerinnen aus, den musealen Raum mit den Quartieren zu verbinden. Die KünstlerInnen bringen ihre Wahrnehmungen als generelle Statements ins Kunsthaus ein, werden aber auch in Form partizipatorischer Projekte direkt in den Stadtvierteln Lend und Gries aktiv. Beispielsweise das Schweizer Kollektiv airline, das seit 2006 als airtrain seine Strategien der gesellschaftlichen Kommunikation und des Zusammenlebens weiterentwickelt. Dabei knüpft die Gruppe an utopische Modelle einer Gegenkultur an, wie sie Ende der 60er Jahre in Amerika entwickelt wurde. Airtrain baut mobile Architekturen auf und erprobt unter temporären Kuppeln spirituelle und ritualisierte Gemeinschaftsformen - wobei airtrain nun auf das Leben realer Gemeinschaften fokussiert. Im Volksgarten stellt airtrain eine «Baustelle der vorgefertigten Zugehörigkeit» auf. Einige weitere teilnehmende KünstlerInnen sind: Absalon, Pawel Althamer, Bik Van der Pol, Thomas Hirschhorn, Pierre Huyghe, Helmut und Johanna Kandl, Sharon Lockhart.

Until 
12.01.2008

Der schöne Katalog im Verlag Walther König enthält Beiträge von u.a. Adam Budak, Christian Kravagna, Suzana Milevska, Peter Pakesch, Stephen Willats.

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