John M Armleder im Mamco

John M Armleder · Furniture Sculpture, AH (Enil Aekat), 2006, Lampen, Sofa und Streifenmalerei, Courtesy Galerie Andrea Caratsch, Zürich © Mamco, Genève, Foto: I. Kalkkinen, Genève

John M Armleder · Furniture Sculpture, AH (Enil Aekat), 2006, Lampen, Sofa und Streifenmalerei, Courtesy Galerie Andrea Caratsch, Zürich © Mamco, Genève, Foto: I. Kalkkinen, Genève

Hinweis

John M Armleder im Mamco

«Amor vacui, horror vacui»: Wahrlich ein treffender Titel für die Megaschau von John M Armleder (*1948), die derzeit in über dreissig grösseren und kleineren Sälen des Mamco zu sehen ist. Es ist die erste umfassende Ausstellung des Genfers in seiner Heimatstadt seit 1990 und es ist das erste Mal, dass das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst seine Räumlichkeiten einem einzigen Künstler zur Verfügung stellt. Armleder, der seit der Gründung der Fluxus nahen Gruppe «Ecart» im Jahr 1969 wie kaum ein anderer die junge Kunstszene nicht nur in der Romandie beeinflusst hat, wollte bewusst auf eine chronologische Präsentation verzichten. Ältere Werke wurden spontanen Einfällen folgend mit brandneuen Arbeiten zu überraschenden Konstellationen zusammengefügt. In einem mit biologischer Watte tapezierten Raum etwa stehen eine Harfe, ein quadratischer Steinblock und ein Schreibtisch aus Holz, an der Wand hängen farbige Lackbilder und ein runder Spiegel. Kaum etwas fehlt, was die Kunst der letzten Jahrzehnte ausmacht: eigenhändig Gemaltes und Gezeichnetes, Gespritztes und Verpacktes, von Helfern ausgeführte Wandbilder, Bücher und Plakate, Skulpturen, Möbel, plissierter Stoff, allerlei «Objets trouvés», Videos, Fotos, blinkende Neoninstallationen, Collagen, echte und falsche Blumen, ja ausgestopfte Tiere. Kurz: ein sinnenfreudiges Panoptikum oder, wie der Künstler sich ausdrückt, «un grand nougat» ? eine üppige Süssigkeit nota bene, die wohlweislich in kleinen Portionen genossen werden sollte.

Jusqu'à 
20.01.2007

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