Die Moderne als Ruine. Eine Archäologie der Gegenwart

Jeroen de Rijke, Willem de Rooij · Bantar
Gebang, Bekasi, West Java, 2000, Produktionsfoto, Courtesy Daniel Buchholz, Köln, Berlin

Jeroen de Rijke, Willem de Rooij · Bantar
Gebang, Bekasi, West Java, 2000, Produktionsfoto, Courtesy Daniel Buchholz, Köln, Berlin

Hinweis

Die Moderne als Ruine. Eine Archäologie der Gegenwart

Mit dem Ende der Moderne stehen die Utopien einer Zeit zur Debatte, die in aussergewöhnlicher Weise auf die Zukunft gesetzt hat. Unter dem Titel «Die Moderne als Ruine» konzentriert sich die Ausstellung der Generali Foundation jetzt auf die «Endzeitstadien» der Moderne. Zu sehen sind Werke, die beginnend in den Siebzigerjahren von Momenten des Zerfalls und der Entropie, von Ruinen und Kristallinem geprägt sind. Als formale Spurensuche und inhaltliche Ausrichtung auf utopische Lebens- und Wohnentwürfe angelegt, wird die Ambivalenz der zentralen Metapher deutlich: Ruinen sind Ende und Anfang zugleich, bezeugen in den Werken von Gordon Matta-Clark, Robert Smithson, Isa Genzken oder Cyprien Gaillart Vergänglichkeit und Aufbruch. Wo aber liegt der Neubeginn in der Ruine Moderne? Im Zerstören, Aufarbeiten, in Ron Voermans Architekten-Höhle, in den Bildern von Jeroen de Rijke/Willem de Roojis Video «Bantar Gebang», die eine Slumsiedlung inmitten einer riesigen Mülllhalde filmten. Während Voerman mit Zitaten und Materialien alle bösen Geister der Postmoderne beschwört, lenkt «Bantar Gebang» den Blick über die engen Ränder der westlichen Moderne hinaus - und bündelt damit den grundlegenden Anspruch dieser Ausstellung, den Blick auf diese Epoche zu erweitern.

Jusqu'à 
19.09.2009

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